Ida Judith Bamberger

Fehrbelliner Straße 92, Prenzlauer Berg

 

Der Wahlpflichtkurs „Stol­persteine zum Spre­chen brin­gen“  der Grundschule am Teuto­burger Platz wollte im Herbst 2020 auch etwas über die über­aus engagierte und mutige Lei­te­rin des jüdi­schen Kinder­heims erzäh­len. Die Informa­tio­nen haben wir von Frau Susanne Besch bei der Arbeit im ehema­ligen jüdi­schen Kinder­heim bekommen. Sie hat uns wunderschöne, groß­forma­tige Fotos gezeigt, die im Haus aus­ge­stellt sind und wor­auf man „Fräulein Bamberger“, so wurde sie genannt, und viele Kinder im Haus sehen konnte. Frau Ida Bamberger ist sogar ins jüdi­sche Kinder­heim gezogen, um die Kinder, die durch die furch­tbare Zeit des Natio­nal­so­zialsmus ihre Eltern ver­lo­ren haben zu betreuen. So betreute sie unter ande­rem eine Weile die klei­nen Mäd­chen Ruth und Git­tel Süssmann und die Schulmäd­chen Ruth und Thea Fuss. Frau Susanne Besch erzählte uns, dass man­che Zeitzeugin­nen und Zeitzeugen, die über­leb­ten und als Kinder in diesem Heim waren, ihre „Fräulein Bamberger“ als über­aus liebe­vol­len Men­schen erle­ben durf­ten. Sie selbst durfte die Nazizeit wie so viele andere und die meis­ten Kinder des Heims mit ihr nicht über­le­ben.

Letzte Änderung 31.10.2026