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Die Stolpersteine-App wird vorgestellt

 

Sendung von Deutschlandfunk Kultur

 

 

Neu (November 2022): Podcast des WuV-Kurses 5a/5b/6b

Der WuV-Kurs „Stolpersteine“ hat einen neuen Podcast gemacht zur Familie Horowitz. Der Stolperstein der Familie liegt in der Mendelsohnstraße 10. Dabei haben wir sogar drei verschiedene Interviewpartner gehabt und viele Informationen von ihnen bekommen.

Einmal Dieter aus der Stolpersteingruppe Prenzlauer Berg. Dann die Tochter Orna von der zum Glück überlebenden Charlotte Horowitz.  Charlotte war als Kind bei einer katholischen Familie in Belgien (die Familie des örtlichen Bürgermeisters) versteckt. Dieses Interview ist bei der Feierlichkeit am Stolperstein entstanden, weshalb man im Hintergrund noch alle anderen Menschen hört. Die zwei Töchter von Charlotte kamen extra aus Israel für diese Feier und wir haben das Interview in Englisch geführt. 

Und dann haben Kinder der 6b noch ein Interview geführt mit Manny, dem 91jährigen Cousin von Manfred Horowitz (das ist der Bruder von Charlotte), der heute in Denver lebt und noch richtig gut deutsch spricht.

„Wir vom WuV-Kurs und der 6b sagen vielen, vielen Dank für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben.“

 

 



Podcast der Klasse 5c

In dem aktuellen Podcast (Mai 2022) wird die Familie Tosca Süssmann aus der Straßburger Straße 60 vorgestellt und gewürdigt:

 

 

Unser Stolpersteinprojekt in der Presse

Am 24. Januar 2022 besuchten uns die Bildungssenatorin und der Sprecher der britischen Botschaft. Kinder des WUV-Kurses „Stolpersteine“ (Leitung: Frau Mühlbauer) stellten das Projekt und die neue App vor.

Hier einige ausgewählte Links:

Das Projekt in der Presse im Januar 2022

 

 

 

Wie alles begann

Im Jahr 2013 erhielt unsere Schule einen Brief aus Israel. In diesem Brief stellte sich Moran Oren, eine junge Frau aus Haifa vor, deren Großvater Herbert Zeisler in den 30er-Jahren als Kind in der Templiner Straße 5 gewohnt hatte; genau dort, wo heute unsere Schule steht. Herbert Zeisler und seine Geschwister Hilde, Rahel und Daniel spielten damals mit ihren Freunden auf dem Teutoburger Platz und besuchten die Schulen in der Kastanienallee und in der Auguststraße. 

 

 

 

Moran Oren äußerte in ihrem Brief den Wunsch, mit uns in Kontakt zu kommen. Im Jahr 2012 hatte sie initiiert, dass in der Templiner Straße Stolpersteine zum Gedenken an ihre Familie gesetzt  wurden.

Herbert (damals 15 Jahre alt) und seine Schwestern Hilde und Rahel konnten rechtzeitig aus dem faschistischen Deutschland nach Israel und England fliehen. Ihre Eltern, Jetti und Josef Zeisler, und der kleine Daniel flohen erst nach Polen. Dann wurden sie in Konzentrationslagern umgebracht. Herbert erzählte uns, dass er noch oft an seine Eltern und seinen Bruder denkt. Es bedeute Herbert viel, dass es nun wenigstens die Stolpersteine gibt, die an seinen Bruder und seine Eltern erinnern.

 

 

 

 

 

Im Juni 2013 begann die damalige Klasse 1c, diese Stolpersteine zu pflegen. Seitdem gibt es einen regen Austausch zwischen der Familie Zeisler und unserer Schule.

In vielfältigen Projekten im Rahmen des Sach-und Lebenskundeunterrichts und im WUV-Kurs „Stolpersteine“ erfahren die Kinder verschiedener Klassenstufen vom Schicksal dieser Familie und anderer jüdischer Menschen in den Jahren des Nationalsozialismus.

 

Podcasts aus den Klassen

 

Klasse 4b im 2. Halbjahr 2020/21:

Podcast zum Stolperstein der Familie Zeisler

 

 

WUV-Kurs Stolpersteine: Klasse 5a im 1. Halbjahr 2020/21:

Im Rahmen des Stolpersteinprojektes haben die Kinder auch ein Interview mit Frau Eva Evans geführt. Sie musste 1938 als 15-jähriges Mädchen aus Berlin-Charlottenburg fliehen. Sie wohnt in London und gab uns schon einige Interviews über Videomeetings, was wirklich toll ist, weil sie ja schon 97 Jahre alt ist.

 

Unser Bundespräsident Herr Steinmeier bedankte sich bei Frau Evans:

 

 

 

 

Auch die englische Königin hat von unserem Projekt erfahren und schreibt hier an die Tochter von Frau Evans:

 

 

 

Vier weitere Stolpersteine wurden von den Kindern mit ihren am Ende sehr traurigen Geschichten besprochen. 
Ein kleiner Spaziergang führt euch hier zu den Stolpersteinen für diese Menschen, deren Heimat Berlin war. 
 

Fehrbellinerstr  Straße  92: Ida Judith Bamberger (Leiterin des ehemaligenjüdischen Kinderheimes)


 


Christinenstraße 35: Ruth und Gittel Süssmann (zwei kleine Mädchen, die verraten wurden)

 


Lottumstraße 7: Martha Sussmann (Besitzerin des Hauses und ehemals  Prokuristin - sie war also in hoher Position in der Firma - bei der Firma AEG)

 

 

Fehrbelliner Straße 81 - Schneidermeister Fuss mit seinen zwei Töchtern Thea und Ruth, die Schulkinder waren 

 

 

 

Entwicklung einer App

Die Klasse 5b hat im WUV-Kurs „Stolpersteine“ (Leitung: Frau Mühlbauer) schon 5 Stolpersteine zum Sprechen gebracht und damit einen kleinen Spaziergang von Stolperstein zu Stolperstein angelegt. 

In dem folgenden (sehr windigen) Video sieht man, wie man sogar mit einer App auf dem Handy unsere Podcasts anhören kann. Diese App hat Nicola Andersson entwickelt. Einen guten Namen für die App überlegt sie sich noch. Mit der Kamera des Smartphones wird der Stolperstein gescannt, dann kann man Informationen über die Menschen abrufen, deren Namen auf den Stolpersteinen stehen.

Diese App könnte bald online gehen. Wenn andere Schulen auch noch mitmachen, werden viele Stolpersteine in Berlin ihre Geschichte erzählen und die Menschen auf besondere Weise durch unsere Stadt führen. 

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Entwicklung und Betreuung der App in Zukunft auch finanziell unterstützt würde, damit dieses Projekt von und für Schulen in Berlin langfristig weitergeführt werden kann.

                                                                                 

 

Präsentation über die Familie Zeisler

Herberts Enkeltochter Moran hat unsere Schule schon zweimal besucht. Diese Besuche waren sehr bewegend und es werden hoffentlich noch weitere folgen. Moran hat für uns freundlicherweise eine Präsentation erstellt, in der man die Familie und ihren Lebensweg näher kennenlernt.

Familie_Zeisler.pdf